2. Bundesliga

2022-04-22T18:25:00Z

2:2! Aufholjagd des KSC lässt den FCI absteigen

Der FC Ingolstadt 04 ist nach dem 2:2 beim Karlsruher SC aus der 2. Bundesliga abgestiegen. Nachdem der FCI durch Tore von Patrick Schmidt (24.) und Filip Bilbija (46.) vorne lag, glichen Fabian Schleusener (69.) und Philipp Hofmann (75.) in Durchgang zwei noch aus.

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Ingolstadts Stürmer Patrick Schmidt bleibt vom Punkt cool - das 1:0 für den FCI

Für den FC Ingolstadt 04 war das Spiel beim Karlsruher SC ein richtungsweisendes, was den Verbleib in der 2. Bundesliga anging. Viel hing auch vom Parallelspiel von Dresden in Düsseldorf ab. Ein Sieg war praktisch Pflicht für die Schanzer. Für diese knifflige Mission brachte Cheftrainer Rüdiger Rehm nach dem 0:1 gegen Paderborn mit Tobias Schröck und Filip Bilbija für Christian Gebauer und Dennis Eckert Ayensa (beide Bank) zwei Neue. Beim KSC wechselte Chefcoach Christian Eichner dreimal: Daniel Gordon (Gelb-Rot-Sperre), Kilian Jakob und Fabio Kaufmann wurden durch Daniel O'Shaughnessy, Philip Heise und Fabian Schleusener ersetzt.

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Die Anfangsviertelstunde bestimmten die Badener, die bereits nach einer Minute einen Handelfmeter forderten: Ausgangspunkt war ein Einwurf von Heise, den Robert Jendrusch im FCI-Tor nicht kontrollieren konnte. Schleusener witterte seine Chance auf den Abpraller, wurde vom Gäste-Keeper aber gestört. Doch daneben stand noch Marvin Wanitzek, der den Ball sofort aufs Tor schoss. Vor der Linie klärte gerade noch so ein Ingolstädter. Der KSC sah allerdings ein vermeintliches Handspiel, welches sich aber durch den Video-Assistenten nicht bewahrheitete (1.).

Rund eine Viertelstunde später führte ein missglückter Klärungsversuch von Markus Kuster beinahe zum Gegentreffer durch Bilbija. Der KSC-Keeper sprintete in Richtung Torlinie zurück und holte die Kugel noch rechtzeitig ein (14.). Kurz darauf war Kuster wieder im Mittelpunkt: Diesmal landete sein Abwurf beim FCI, der über Florian Pick aus der Distanz zum Abschluss kam. Das Spielgerät rauschte links am Kasten vorbei (18.).

Schmidt eiskalt vom Punkt

Ingolstadt schien angesichts der Tabellensituation (Dresden lag parallel zurück) weiter unbeeindruckt und kam immer besser ins Spiel. Bilbija versuchte von links zu flanken, O'Shaughnessy sprang die Kugel im Sechzehner an den linken Arm - Handspiel! Schiedsrichter Dr. Martin Thomsen zeigte auf den Punkt: FCI-Stürmer Patrick Schmidt vollstreckte trocken halbrechts unten im Tor (1:0, 22.). Die Schanzer verkauften sich weiter gut und hätten durch Schmidt beinahe das 2:0 erzielt. Der Fernschuss des 28-Jährigen flog jedoch rechts am Tor vorbei (32.). Kurz darauf musste O'Shaughnessy vom Rasen, nachdem er zuvor von Picks Schuss am Hinterkopf getroffen wurde. Felix Irorere ersetzte ihn (36.).

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Nahezu mit Beginn der zweiten Hälfte stellte der FCI auf 2:0! Merlin Röhl schüttelte auf rechts Heise ab, flankte dann flach in die Mitte vor die Füße von Pick. Dieser schloss nach kurzer Ballsortierung aus 14 Metern ab. Kuster ließ nach vorne abprallen, sodass Bilbija die Kugel nur noch mit der Fußspitze über die Linie drücken musste (2:0, 46.). Nur drei Zeigerumdrehungen später wäre Bilbija beinahe zum Vorlagengeber avanciert, wenn er Schmidt nicht in den Rücken gespielt hätte (49.). Eichner schien äußerst unzufrieden, brachte unterdessen vier neue Akteure auf den Rasen (53.).

Aufholjagd der Hausherren besiegelt den Gäste-Abstieg

Ingolstadt schien von nun an wackelige Beine zu bekommen. Die Kräfte schwanden. Im Parallelspiel erzielte Dynamo den Anschlusstreffer in Düsseldorf. Gleichzeitig wurde der KSC immer gieriger auf den Ausgleich. Dieser sollte ihnen durch Schleusener gelingen: Nach einem Eckstoß stimmte die Zuordnung bei den Schanzern nicht, sodass der ehemalige Nürnberger zwischen Rico Preißinger und Visar Musliu links unten ins Eck köpfen durfte (69.). Fortan war es ein Spiel auf ein Tor: Wanitzeks Freistoß köpfte Irorere mit dem Rücken zum Tor auf die Latte, Jendrusch war mit den Fingerspitzen noch dran (71.).

Der KSC rannte zunehmend an und kam durch Hofmann auch zum gerechten Ausgleich. Wieder war es eine Ecke durch Wanitzek, die zum Tor führte. Der Kopfball Hofmanns klatschte an den linken Innenpfosten und von dort ins Netz (2:2, 75.). In der Schlussphase hätten Schleusener und Jakob das Spiel fast noch gedreht. Einmal stand Jendrusch im Weg (82.), beim Schuss von Jakob der linke Pfosten (90.+1). Da Dresden im Parallelduell ebenfalls zum 2:2 ausglich, reichte das Unentschieden der Schanzer nicht, um den Abstieg zu vertagen. Ingolstadt steigt vorzeitig in die 3. Liga ab.

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