Bundesliga

2023-02-19T10:15:00Z

Zwei Bayern-Jäger lassen nicht locker

Union und Dortmund sitzen den Bayern im Nacken
Union und Dortmund sitzen den Bayern im Nacken

Der 1. FC Union Berlin und Borussia Dortmund weisen in 2023 eine makellose Bilanz auf. Die beiden ärgsten Jäger von Tabellenführer FC Bayern München lassen nicht locker. bundesliga.de erklärt, warum FCU und BVB in diesen Jahr echte Titelkandidaten sind.

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Genau zwei Teams haben im Jahr 2023 eine perfekte Bilanz in der Bundesliga: Sowohl der 1. FC Union Berlin als auch Borussia Dortmund gewannen die ersten fünf Spiele des neuen Jahres allesamt. Da der Tabellenführer FC Bayern München seinerseits mit drei Unentschieden gestartet war, konnten die Verfolger jeweils sechs Punkte auf den Rekordmeister gutmachen. Der Spielplan spricht dafür, dass das Rennen sogar noch enger werden könnte, denn während für FCU und BVB nun Heimspiele gegen Teams aus dem Keller bevorstehen (Union empfängt Schalke, Dortmund die Hertha), reist der FCB zum Angstgegner nach Mönchengladbach.

Was spricht noch dafür, dass die Eisernen oder die Schwarz-Gelben in diesem Jahr den Titel holen könnten? Wir verraten es dir.

Der märchenhafte Aufstieg des 1. FC Union Berlin

Die Entwicklung des 1. FC Union Berlin ist geradezu märchenhaft. 2019 gelang erstmalig der Aufstieg in die Bundesliga. In den folgenden drei Jahren kamen die Eisernen nacheinander auf Platz 11, Platz 7 und Platz 5 ins Ziel. Nun kämpfen sie sogar um den Meistertitel. Es ist ein stetiger Aufwärtstrend zu sehen, seit Trainer Urs Fischer sein Amt 2018 antrat.

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Derzeit hat Union mit 42 Punkten nach 20 Spieltagen die deutlich beste Zwischenbilanz seiner Vereinsgeschichte vorzuweisen. Zuvor waren es nie mehr als 34 Zähler zu diese Zeitpunkt. Auch offensiv und defensiv stellten die Berliner neue Vereinsrekorde auf: 35 Treffer und 24 Gegentreffer (ligaweit der zweitbeste Wert) sind jeweils neue Bestwerte nach 20 Spieltagen. Ein weiterer Vereinsrekord sind die derzeit fünf Siege in Serie.

Faustpfand Alte Försterei

Ein großes Faustpfand für Union ist das eigene Stadion. An der Alten Försterei sind die Eisernen fast unbesiegbar. Neben RB Leipzig und dem FC Bayern sind sie als einzige Mannschaft dieser Bundesliga-Saison zu Hause ohne Niederlage. Saisonübergreifend ist das Team von Coach Urs Fischer sogar seit 15 Heimspielen unbesiegt, aktuell sind nur die Bayern noch länger ohne Heimniederlage (17 Heimspiele in Serie). Im laufenden Spieljahr holte kein Team vor den eigenen Fans mehr Zähler als Union (26).

Eine Waffe sind die Standards der Unioner. Insgesamt zwölfmal traf der FCU in dieser Saison nach ruhendem Ball, das überbietet in der Bundesliga nur der SC Freiburg (14). Auch die insgesamt zwölf Tore per Kopf und sechs nach Eckbällen sind Bundesliga-Spitze.

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Nicht zuletzt ist es der unermüdliche Einsatz, der die Fischer-Elf auszeichnet. Union ist das laufstärkste Team in Deutschlands Eliteklasse, im Schnitt liefen die Köpenicker 117,1 Kilometer pro Partie. Mit diesem Einsatz wurde schon so mancher Gegner, der auf dem Papier stärkere Spieler im Kader hat, in die Knie gezwungen. Sollte der FCU am Ende der Saison Meister werden, wäre das zweifelsfrei eine Sensation. Aber es wäre auch das Ergebnis jahrelanger harter und konsequenter Arbeit.

Beim BVB wachsen die Träume

Borussia Dortmund ist bis heute der letzte Verein, der dem Serienmeister FC Bayern die Meisterschale entreißen konnte. 2012 war das. Seitdem träumen sie in Dortmund davon, das eines Tages wieder zu schaffen. Und derzeit gibt es einige Gründe, warum aus diesen Träumen Realität werden könnte. Denn als der BVB das letzte Mal die ersten sechs Pflichtspiele nach der Winterpause gewinnen konnte, stand eben in jener Saison 2011/12 das nationale Double.

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Und die Entwicklung der Dortmunder in dieser Saison erinnert ein wenig an die erste Amtszeit von Edin Terzic. Als er 2020/21 von Lucien Favre übernahm, lief es anfangs nicht so richtig bei den Schwarz-Gelben, der Rückstand auf die Champions-League-Ränge schien uneinholbar. Doch dann fing der BVB plötzlich an, alles zu gewinnen und schloss die Spielzeit auf Rang drei ab, gewann zudem den DFB-Pokal.

Derzeit wiederholt sich diese Geschichte ein wenig. Denn in der Hinrunde lief es nicht rund in Dortmund, immer wieder folgten auf überzeugende Siege unnötige Niederlagen. Derzeit hingegen läuft es einfach und selbst knappe Spiele werden gewonnen, zur Not mit einer Standardsituation, wie es die Fans vom BVB lange nicht gewohnt waren.

Dortmund plötzlich richtig effizient

Der BVB gab ligaweit die zweitmeisten Torschüsse ab (304) und erzielte auch die zweitmeisten Tore (40). Seit Jahresbeginn sind die Schwarz-Gelben vor dem Tor zudem richtig effizient: Vor der Winterpause war der BVB (gemeinsam mit Schalke) das ineffizienteste Team der Bundesliga (Abschluss-Effizienz: -3,8), seit Jahresbeginn sind sie das effizienteste (Abschluss-Effizienz + 5,7). Seit Jahresbeginn erzielte der BVB auch die meisten Tore aller Bundesliga-Teams (15).

Dortmund hat eine Achse von Spielern, die diese Saison mit ligaweiten Top-Werten aufwarten: Im Tor wehrte Gregor Kobel 74 Prozent der Torschüsse ab – ligaweit der drittbeste Wert. In der Verteidigung gewann Nico Schlotterbeck 67 Prozent seiner Duelle und ist damit der beste Zweikämpfer dieser Saison. Im Mittelfeld holte Jude Bellingham die meisten Freistöße raus (52, er ist der meistgefoulte Spieler der Bundesliga und auch der Spieler mit den meisten Zweikämpfen überhaupt) und Julian Brandt bereitete nach Jonas Hofmann die meisten Torschüsse vor (49). Außerdem hat der BVB mit Karim Adeyemi den schnellsten Spieler seit Beginn der Datenerfassung in der Bundesliga (36,7 km/h in der Spitze).

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Im Angriff gibt der nach Krebserkrankung genesene Sebastien Haller der Mannschaft mit seiner Wucht und Ballbehauptung zudem eine neue Qualität. Und auch die Joker überzeugen. In den fünf Bundesliga-Partien nach der Winterpause wechselte Terzic schon fünfmal einen Torschützen ein. Insgesamt zehn Jokertore sind die meisten aller Bundesliga-Teams.

Genügen all diese Qualitäten, um an Ende die Durststrecke zu beenden und Meister zu werden? Bis dahin ist es noch ein weiter Weg für den BVB. Aber Träumen ist ja erlaubt...

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