Bundesliga

2021-02-02T22:30:00Z

DFB-Pokal: BVB und Werder weiter, Sensation in Essen

Erling Haaland erzielt nach Pass von Delaney das entscheidende 3:2
Erling Haaland erzielt nach Pass von Delaney das entscheidende 3:2

Vier Partien des Achtelfinales des DFB-Pokals stehen am Dienstag an. Hier gibt es die Kurz-Spielberichte der Partien in der Übersicht:

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Borussia Dortmund - SC Paderborn 3:2 n.V.

Borussia Dortmund hat sich mit einiger Mühe gegen den SC Paderborn durchgesetzt und das Viertelfinale des DFB-Pokals erreicht. Edin Terzic stellte sein Team im Vergleich zum 3:1-Erfolg gegen Augsburg auf vier Positionen um. Hummels fehlte aufgrund von Knieproblemen, aber auch Guerreiro, Reus und Reyna saßen zunächst draußen. Dafür rückten Bellingham, Can, Schulz und Piszczek in die erste Elf. Steffen Baumgart setzte hingegen auf jene Elf, die am Wochenende 1:3 beim HSV verlor.

Zunächst sah alles nach einem souveränem BVB-Sieg aus, denn Can (6.) und Sancho (16.) sorgten früh für eine beruhigende Führung des BVB. Im Laufe der Partie kamen aber die Gäste immer besser ins Spiel. Zunächst blieben aber einige Chancen ungenutzt - auch der BVB hätte durchaus das dritte Tor nachlegen können. Stattdessen machte Justvan mit einem Schuss aus dem Gewühl das Spiel noch einmal spannend (79.). Dann kam es in der Nachspielzeit zu einer kuriosen Szene: Haaland machte bei einem Konter das vermeintliche 3:1, aber der VAR meldete sich, weil es zuvor ein klares Foulspiel von Passlack an Schonlau gegeben hatte. Statt Tor für Dortmund gab es Elfer für Paderborn! Owusu verwandelte cool ins rechte Eck (90.+7). In der Verlängerung sorgte Haaland nach weiten Pass von Delaney dann für die Entscheidung (95.). Paderborn kämpfte bis zur letzten Sekunde, aber die besseren Chancen hatten im weiteren Verlauf die Dortmunder. Haaland und Guerreiro verpassten es, früher für klare Verhältnisse zu sorgen, aber auch so reichte es zum Einzug ins Viertelfinale.

Jadon Sancho: Erst Torschütze, später verletzt ausgewechselt

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SV Werder Bremen - SpVgg Greuther Fürth

Der SV Werder Bremen hat sich gegen die SpVgg Greuther Fürth souverän durchgesetzt und ist ins Viertelfinale eingezogen. Bei den Bremern gab es im Vergleich zum Wochenende gleich vier Umstellungen. Rashica, Möhwald, Moisander und Augustinsson rückten für Toprak, Agu, Bittencourt und Mbom in die erste Elf, bei Fürth waren Burchert, Bauer und Sarpei neu dabei.

Bereits in der 12. Minute gelang den Bremern die Führung: Nach einer Augustinsson-Ecke kam Veljkovic im Zentrum zum Kopfball. Burchert konnte zwar parieren, aber Möhwald staubte zum 1:0 ab. Das Tor gab dem Team von Florian Kohfeldt Sicherheit und die Hanseaten waren eindeutig das bessere Team. Augustinsson und Sargent ließen aber gute Möglichkeiten liegen und so blieb es zur Pause bei der knappen Bremer Führung. Nach dem Seitenwechsel hätte zunächst erneut Augustinsson erhöhen können, aber dann kamen die Gäste besser ins Spiel. Ernst vergab die beste Möglichkeit zum Ausgleich. Auf der anderen Seite sorgte ein mustergültiger Konter für die Entscheidung: Schmid schickte Sargent in der 82. Minute halbrechts in den Strafraum und der US-Amerikaner legte auf den eingewechselten Agu quer, der die Kugel aus kurzer Distanz mit dem Oberschenkel über die Linie drückte. Das war die Entscheidung.

>>> Die Dienstagspiele im Liveblog

Kevin Möhwald freut sich über das Bremer 1:0

Holstein Kiel - SV Darmstadt 98 7:6 i.E.

Holstein Kiel steht nach einer dramatischen Partie im Viertelfinale. Beide Trainer rotierten im Vergleich zu den Zweitliga-Partien am Wochenende kräftig durch. Biel Kiel gab es drei, bei Darmstadt sogar fünf Wechsel. Kiel fand sich in der neuen Formation zunächst besser zurecht. Honsak scheiterte in der Anfangsphase mit einem satten Schuss am Pfosten (9.). Es bleib in einem ausgeglichenen Spiel die einzige richtig dicke Chance im ersten Durchgang. Dementsprechend ging es folgerichtig mit einem 0:0 in die Kabinen.

Nach dem Wechsel erhöhten die Störche den Druck und Serra erzielte nach feinem Zuspiel von Reese per Lupfer das verdiente 1:0 (58.). Einige Minuten später hätte Reese nach Bartels-Zuspiel um ein Haar auf 2:0 gestellt, traf von der Sechzehnerkante aber nur das Außennetz. Als alles schon nach einem Kieler Sieg aussah, schlugen die Gäste doch noch einmal zu: Honsak legte für den gerade eingewechselten Dursun ab und der Torjäger erzwingt dank eines Patzers von Kiel-Keeper Gelios die Verlängerung. Auch nach 120 Minuten gab es noch keinen Sieger und so musste das Elfmeterschießen entscheiden. Dort ging es hin und her und insgesamt mussten 18 Schützen antreten, bevor der Sieger feststand. Skarke schoss den 17. links vorbei, Lorenz versenkte den entscheidenden links unten.

Skarke verwandelt den 18. und letzten Elfmeter

Rot-Weiss Essen - Bayer Leverkusen 2:1 n.V.

Peter Bosz baute sein Team im Vergleich zur 0:1-Niederlage in Leipzig auf fünf Positionen um. Schick, Alario, Bellarabi, Palacios und Dragovic rückten für Diaby, Wirtz, Wendell, Sinkgraven und Tah in die erste Elf. Alario (8.) und Schick (13.) vergaben die ersten guten Gelegenheiten der Partie. Richtig knapp wurde es dann in der 25. Minute, als Schick nach einer Bellarabi-Flanke mit einem Kopfball nur den linken Außenpfosten traf. Essen kam dann besser ins Spiel und kurz vor der Pause musste Bosz den verletzten Bellarabi vom Feld nehmen. Für den 30-Jährigen kam Diaby in die Partie, konnte aber das 0:0 zur Pause auch nicht mehr verändern.

Zur zweiten Hälfte kamen dann Wirtz (für Schick) und Wendell (für Palacios) neu in die Partie, aber es war Diaby, der kurz nach dem Wechsel um ein Haar für die Leverkusener Führung gesorgt hätte, aber wieder stand der Pfosten im Weg. Generell war es wie verhext für die Werkself, die zahlreiche gute Chancen vergab. Unglaublich die Szene in der 89. Minute: Erst traf Diaby aus der Distanz den Pfosten, dann lenkte Davari den Nachschuss von Aranguiz ebenfalls an den Pfosten. So ging die Partie trotz deutlichen Leverkusener Übergewichts in die Verlängerung. Kurz vor der Pause der Verlängerung brach Bailey dann den Bann! Nach einer Ecke konnte Essen nicht weit genug klären und Dragovic machte die Situation noch einmal scharf. Der Jamakainer kontrollierte die Kugel acht Meter vor dem Tor und schob präzise ins linke Eck. Da war selbst der Pfosten machtlos! Essen gab sich aber noch lange nicht geschlagen: In der 108. Minute traf Kefkir zum 1:1 und in der 117. sorgte Engelmann mit einem wuchtigen Abschluss unter die Latte für die Sensation.

>>> Das Achtelfinale im Liveblog

Engelmann sorgt für die nächste Essener Pokalsensation
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