Bundesliga

2023-06-09T06:00:00Z

Rudy und Hoffenheim beenden Zusammenarbeit

Ein letztes Mal im TSG-Trikot: Sebastian Rudy beim 1:1 am 34. Spieltag in Stuttgart
Ein letztes Mal im TSG-Trikot: Sebastian Rudy beim 1:1 am 34. Spieltag in Stuttgart

Die erfolgreiche Zeit von Sebastian Rudy und Fußball-Bundesligist TSG Hoffenheim geht nach insgesamt elf gemeinsamen Jahren zu Ende. Der Rekordfeldspieler der TSG und der Klub haben sich darauf verständigt, den zum 30. Juni 2023 auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern.

"Sebastian ist ein überaus verdienter Spieler, der sich bei der TSG Hoffenheim in all den Jahren sowohl sportlich als auch menschlich überragend präsentiert hat", sagt Alexander Rosen. "Sippi ist bei der TSG zum Nationalspieler gereift und hat als Führungspersönlichkeit immer Verantwortung übernommen - auf und auch neben dem Platz. Trotz seiner sportlich so erfolgreichen Karriere ist er bodenständig geblieben und hat sich jederzeit in den Dienst der Mannschaft gestellt. Auch in der vergangenen sportlich schwierigen Saison konnten wir uns jederzeit auf ihn verlassen – er war immer da, wenn er gebraucht wurde. Sein Wort hatte in der Kabine immer Gewicht und es gibt wahrscheinlich niemanden im Klub, der ihn nicht mag. Nicht zuletzt deshalb haben wir auch schon erste Gespräche mit ihm über eine mögliche Zukunft bei der TSG nach seiner aktiven Karriere geführt. Denn einem so überaus positiven Charakter stehen die Türen in Hoffenheim immer offen", führt Rosen aus und bedauert, "dass sich Sippi aufgrund der schwierigen, sportlich angespannten Situation in der vergangenen Saison nicht gebührend von den TSG-Fans verabschieden konnte". Rosen betont deshalb: "Das wird so zeitnah wie möglich nachgeholt. Wir möchten ihm an dieser Stelle schon einmal für seinen jahrelangen Einsatz für die TSG danken und ihm für seine fußballerische Zukunft alles Gute wünschen."

Unter Druck oft eine spielerische Lösung parat: Sebastian Rudy

„Ich habe der TSG sehr viel zu verdanken und in Hoffenheim den Großteil meiner Karriere verbracht. Ich bin hier zum deutschen Nationalspieler geworden und habe mit dem Klub viele Höhen und auch einige Tiefen erlebt", sagt Sebastian Rudy. "Bei mir überwiegen die schönen Momente, wie zum Beispiel die erfolgreiche Relegation gegen den 1. FC Kaiserslautern, der vierte Platz in der Bundesliga in der Saison 2016/2017 oder die Auftritte mit der TSG in der Europa League. Ich bin jetzt in einer Phase meiner Karriere angekommen, in der ich mir genau überlegen möchte, wie es fußballerisch für mich weitergehen könnte. Vielleicht ergibt sich noch einmal ein weiterer Schritt. Ich habe jedenfalls noch Lust zu kicken und bin offen für Neues. Doch egal, was auch kommen mag: Ich werde die TSG mit ihren Fans sowie die gesamte Region immer im Herzen tragen."

Rudy wechselte im August 2010 im Alter von 20 Jahren vom VfB Stuttgart zur TSG. In den vergangenen 14 Jahren avancierte der 29-fache deutsche Nationalspieler und WM-Teilnehmer von 2018 dabei trotz zwischenzeitlicher Stationen beim FC Bayern München und dem FC Schalke 04 mit 295 Bundesliga-Spielen für die Hoffenheimer zum Rekordfeldspieler der TSG. In der gerade abgelaufenen Saison wurde Rudy, den alle nur "Sippi" nennen, nun bei den Bundesliga-Einsätzen nur von Keeper und TSG-Kapitän Oliver Baumann überholt (296).

Vor allem in den ersten Jahren bei der TSG entwickelte sich der mittlerweile 33-Jährige zum unumstrittenen Stammspieler und zog mit seiner Ruhe und Ballsicherheit die Fäden im TSG-Mittelfeld. Nach der erfolgreichen Relegation in der Saison 2012/2013 gegen den 1. FC Kaiserslautern feierte Rudy nur ein Jahr später sein Debüt im Trikot der Nationalmannschaft und trug mit starken Leistungen im Verein mit dazu bei, dass die TSG am Ende der Saison 2016/2017 den vierten Tabellenplatz belegte, der für die Qualifikation zur Champions League berechtigte.

Neben seinen 295 Bundesliga-Spielen lief Rudy 23-Mal im DFB-Pokal für die TSG auf und bestritt zudem sieben Partien in der Europa League. Dabei erzielte der 33-Jährige wettbewerbsübergreifend 17 Tore und bereitete 47 Treffer vor. Mit dem FC Bayern München gewann er zudem in der Saison 2017/2018 die deutsche Meisterschaft sowie 2017 und 2018 den Supercup.

Quelle: TSG Hoffenheim 

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